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Deine Miles & More Meilen sind weniger wert als letztes Jahr — und das ist erst der Anfang

Seit Juni 2025 sind Prämienflüge mit Lufthansa, Swiss und Austrian dynamisch bepreist. First Class bis zu 86% teurer, Business Class im Schnitt +21%. Seit März 2026 auch Discover und Air Dolomiti. Aber: Es gibt Ausweichstrategien, die kaum einer kennt. So rettest du deinen Meilenwert — bevor die nächste Welle kommt.

3.402 Kommentare lügen nicht

Der Vielfliegertreff-Thread zu den dynamischen Meilenwerten bei Miles & More hat 3.402 Kommentare. Das ist kein normaler Thread. Das ist ein kollektiver Aufschrei der DACH-Meilen-Community. Und der Grund ist einfach: Was Miles & More hier durchzieht, ist die größte strukturelle Entwertung seit Einführung des Programms.

Aber — und das ist der entscheidende Punkt — die Panik ist nur zur Hälfte berechtigt. Ja, First Class Awards sind massiv teurer geworden. Ja, ab Deutschland zahlst du oft drauf. Aber es gibt Routen, auf denen du heute WENIGER Meilen brauchst als vor der Umstellung. Es gibt Abflugorte, die dir zehntausende Meilen sparen. Und es gibt Alternativen, die 90% der M&M-Nutzer nicht auf dem Schirm haben.

Dieser Artikel ist kein „Alles wird schlechter"-Rant. Er ist dein Survival-Guide für den neuen M&M-Meilenwert. Mit echten Zahlen, konkreten Strategien und einem klaren Plan, was du heute tun kannst.

TL;DR: M&M First Class Awards sind im Schnitt 54% teurer (Flex-Tarif), Business Class +21%. Aber: Innerhalb Europas gibt's jetzt Schnäppchen für 2.700 Meilen. Der Abflugort entscheidet über zehntausende Meilen Unterschied. Und Star Alliance Partner-Airlines haben FESTE Preise — dein bester Ausweg. Plus: 5 Alternativprogramme, die du kennen musst.

Was genau hat sich geändert? Die harten Fakten

Seit dem 3. Juni 2025 gilt für Prämienflüge mit Lufthansa, Swiss, Austrian und Lufthansa City Airlines ein dynamisches Preissystem. Seit dem 3. März 2026 sind auch Discover Airlines und Air Dolomiti dabei. Brussels Airlines, Eurowings, ITA Airways und LOT haben noch feste Meilenwerte — aber wie lange noch?

Das alte System war einfach: Du hast in eine Tabelle geschaut. Europa = X Meilen. Nordamerika = Y Meilen. Fertig. Das neue System ist ein Black-Box-Algorithmus, der den Meilenpreis an den Cash-Preis koppelt. Faktoren sind:

Für alle anderen Star Alliance Partner-Airlines (United, Singapore, ANA, Thai, etc.) gilt weiterhin der fixe Awardchart — leicht abgewertet im Juni 2025, aber immer noch planbar. Das ist dein Rettungsanker. Dazu später mehr.

Die Preisexplosion in Zahlen

Meilenoptimieren.com hat direkt nach der Umstellung hunderte Flüge analysiert. Die Ergebnisse sind brutal ehrlich:

Reiseklasse Tarif Preisänderung vs. alter Awardchart Extrembeispiel
First Class Flex +54% im Schnitt Bis zu +86%
First Class Basic Plus +39% im Schnitt
First Class Basic +25% im Schnitt
Business Class Flex +21% im Schnitt Streckenabhängig
Business Class Basic ±0% im Schnitt Bis zu -27% auf einzelnen Routen
Economy (Europa) Light Teilweise deutlich günstiger z.B. 2.700 Meilen Oneway

Quelle: meilenoptimieren.com, Analyse Juni 2025. Stand Juni 2026 weiterhin gültig.

Lies das nochmal: Business Class Basic ist im Schnitt nicht teurer geworden. Der Flex-Tarif ist +21% teurer — aber Flex war vorher der Standard. Jetzt hast du die Wahl: Nimm Basic (keine Umbuchung, keine Stornierung, weniger Meilen) und zahlst das Gleiche wie vorher. Oder nimm Flex und zahlst drauf.

First Class ist die große Verliererin. +54% im Flex-Tarif, +25% selbst im Basic-Tarif. Wer vorher 91.000 Meilen für LH First nach Nordamerika gebraucht hat, zahlt jetzt im Schnitt 140.000 — und im Extremfall über 170.000. Das ist kein „dynamisches Pricing", das ist eine gezielte First-Class-Abwertung.

Der Abflugort-Trick: Zehntausende Meilen sparen

Hier wird's interessant. Der dynamische Algorithmus bewertet nicht nur die Strecke, sondern auch den Abflugort. Und die Unterschiede sind absurd:

Ein Lufthansa First Class Flug nach Asien kostet ab Frankfurt X Meilen. Der gleiche Flug mit einem Zubringer ab Stockholm, Oslo oder Mailand kann 20.000–40.000 Meilen weniger kosten. Ja, du musst erstmal nach ARN oder MXP kommen — aber für 40.000 gesparte Meilen buchst du dir easy einen 79€-Ryanair-Flug und hast immer noch massiv gewonnen.

Meilenoptimieren hat das systematisch getestet. Die günstigsten Abflugorte für LH First Class in Europa sind oft skandinavische oder osteuropäische Airports — weil dort die Cash-Preise niedriger sind und der Algorithmus dem folgt. Das ist der eine große Gewinn des dynamischen Systems: Positionierung lohnt sich jetzt richtig.

💡 GMM-Pro-Tipp: Bevor du einen M&M Langstrecken-Award buchst, check 3–5 alternative Abflugorte in Europa. Die Suche auf miles-and-more.com lässt dich den Abflugort frei wählen. Die Differenz kann den Unterschied zwischen „lohnt sich" und „Abzocke" ausmachen. Besonders starke Abweichungen gibt's bei First Class Awards — da lohnt sich der Extra-Zubringer fast immer.

Europa-Schnäppchen: Die unterschätzte Gewinnzone

Während alle auf die Langstrecke starren, passiert auf der Kurzstrecke das Gegenteil: Innerhalb Europas sind M&M Awards teilweise deutlich günstiger geworden.

Vor der Umstellung: Economy Europa Oneway = 15.000 Meilen (fix). Heute findest du Flüge für 8.925 Meilen, 5.500 Meilen, sogar 2.700 Meilen — je nach Strecke, Saison und Nachfrage. Ein Frankfurtflyer-Kommentator berichtete: VRN→Vilnius für 8.925 Meilen, Rückflug Riga→FRA für 2.700 Meilen. Gesamt: 11.625 Meilen für einen Roundtrip, der vorher 30.000 gekostet hätte. Das ist eine Ersparnis von 61%.

Für Wenigflieger, die ihre Meilen für Europa-Trips nutzen, ist das neue System besser als das alte. Für Vielflieger, die auf Langstrecken-First-Class sparen, ist es schlechter. Die Frage ist: Zu welcher Gruppe gehörst du?

Business Light auf Award-Tickets: Die versteckte Falle

Seit März 2026 hat die Lufthansa Group Business Light auch auf Langstrecken-Awards eingeführt. Das bedeutet:

Das Knallhärteste: Dein Senator-Status schützt dich im Light-Tarif nicht mehr. Ein Senator, der vorher jeden Sitzplatz gratis reservieren konnte, zahlt jetzt — oder sitzt da, wo das System ihn hinsetzt. Das ist eine direkte Entwertung deiner Loyalität.

Die Lösung: Buche den Business Basic Award statt Light. Der kostet oft nur 8.000–12.000 Meilen mehr, bringt aber 2×32kg, freie Sitzplatzwahl und bessere Umbuchungskonditionen. Auf einem 12-Stunden-Flug sind 10.000 Meilen mehr für ein volles Business-Class-Erlebnis ein No-Brainer.

Dein Ausweg: Star Alliance Partner-Awards

Jetzt der wichtigste Teil dieses Artikels. Für Star Alliance Partner-Airlines gilt weiterhin der fixe Awardchart. Kein dynamisches Pricing. Keine Black Box. Keine „mal schauen, was der Algorithmus heute sagt."

Das bedeutet: Wenn du mit deinen M&M-Meilen einen United-, Singapore-, ANA- oder Thai-Award buchst, zahlst du den festen Tabellenpreis. Der wurde im Juni 2025 leicht angehoben, aber er ist planbar, kalkulierbar und oft günstiger als ein dynamisch bepreister LH-Flug auf der gleichen Strecke.

Konkretes Beispiel: Frankfurt→New York in Business Class.

Der United-Flug ist vielleicht nicht so fancy wie LH First, aber er kostet garantiert 56.000 Meilen — ohne Überraschungen. Und der Singapore-Flight via Frankfurt? Gleicher Preis, besseres Produkt. Das ist der Move, den die meisten M&M-Nutzer übersehen.

🔑 Key Strategy: Sammle M&M-Meilen wie bisher (Kreditkarten, Flüge, Partner). Aber LÖSE sie für Star Alliance Partner-Airlines ein — nicht für Lufthansa Group Airlines. So umgehst du das dynamische Pricing komplett und behältst planbare Meilenwerte.

5 Alternativprogramme, die du kennen musst

Falls du bereit bist, über M&M hinauszudenken: Es gibt bessere Programme. Hier sind die fünf relevantesten für DACH-Meilen-Sammler:

1. Air Canada Aeroplan

Warum: Kein Treibstoffzuschlag auf Awards. Feste Preistabelle. Stopover für 5.000 Punkte extra — du kannst Toronto→Frankfurt mit 5 Tagen Island-Stopover buchen. Über Chase, Amex US und Capital One transferierbar. Für DACH-Sammler mit US-Kreditkarten-Zugang die beste M&M-Alternative.

2. Turkish Airlines Miles & Smiles

Warum: 45.000 Meilen für Business Class Europa→Nordamerika — das ist 20% günstiger als M&M. 67.500 Meilen für Europa→Asien. Und: Turkish fliegt ab Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hannover, Leipzig, Nürnberg, Bremen — die beste DACH-Abdeckung aller Star Alliance Hubs. Status Match möglich.

3. United MileagePlus

Warum: Keine Treibstoffzuschläge. Excursionist Perk (kostenloser Stopover in einer Zone). 88.000 Meilen für Europa→Australien in Business — das ist absurd gut. Nachteil: Meilen sammeln in Deutschland ist schwierig (kein Kreditkarten-Transfer außer Revolut/Curve-Umwege).

4. Singapore Airlines KrisFlyer

Warum: Spontaneous Escapes jeden Monat: 30% Rabatt auf ausgewählte Routen. FRA→JFK für 56.700 Meilen im Juni 2026. Das SQ-Produkt ist objektiv besser als LH. Nachteil: Nur 3 Jahre Meilen-Gültigkeit (M&M: 36 Monate, aber durch Kreditkarten-Umsatz verlängerbar).

5. Avianca LifeMiles

Warum: Regelmäßige Promos mit 125–150% Bonus auf gekaufte Meilen. Keine Treibstoffzuschläge auf LH First Class Awards (ja, richtig gelesen). Feste Awardchart. Nachteil: Kolumbianisches Programm, Customer Service kann abenteuerlich sein. Aber für den Preis: unschlagbar.

Programm BC Europa→Nordamerika BC Europa→Asien Treibstoffzuschlag DACH-Tauglichkeit
Miles & More (dynamisch) 56.000–78.000 71.000–102.000 Ja (500–800€) ⭐⭐⭐⭐⭐
Turkish Miles & Smiles 45.000 67.500 Gering ⭐⭐⭐⭐⭐
Air Canada Aeroplan 60.000–70.000 75.000–87.500 Keiner ⭐⭐⭐
United MileagePlus 80.000 88.000–99.000 Keiner ⭐⭐
Avianca LifeMiles 63.000 78.000 Keiner (auch auf LH!) ⭐⭐⭐

Meilenwerte approximativ, Stand Juni 2026. Dynamische M&M-Preise variieren. Turkish und LifeMiles bieten regelmäßig Kauf-Promos mit 100%+ Bonus.

Was als Nächstes kommt: Die dritte Welle

Miles & More hat die Dynamisierung in Wellen ausgerollt:

  1. Welle 1 (Juni 2025): LH, Swiss, Austrian, City Airlines
  2. Welle 2 (März 2026): Discover, Air Dolomiti
  3. Welle 3 (wahrscheinlich 2026/2027): Brussels Airlines, Eurowings, ITA Airways, LOT

Und dann? Dann ist die gesamte Lufthansa Group dynamisch. Und der fixe Awardchart gilt nur noch für Non-Group-Partner. Die Frage ist nicht OB Welle 3 kommt, sondern WANN.

Das Zeitfenster, in dem du noch fixe Meilenwerte für Brussels, Eurowings und LOT nutzen kannst, schließt sich. Wenn du einen Award mit diesen Airlines planst: Buche jetzt. Nicht nächsten Monat. Jetzt.

Dein 5-Punkte-Action-Plan für heute

  1. Check deinen Meilenbestand: Wie viele M&M-Meilen hast du? Wofür willst du sie einlösen? Wenn Langstrecke First: Buche SOFORT über einen günstigen Abflugort oder Partner-Award. Wenn Europa: Entspann dich — du profitierst vom neuen System.
  2. Partner-Awards priorisieren: Für Langstrecken-Business-Class: Suche ZUERST nach United-, Singapore-, ANA- und Thai-Awards über die M&M-Website. Erst wenn nichts verfügbar ist, buche LH Group dynamisch.
  3. Abflugort-Positionierung testen: Vor jeder Langstrecken-Buchung: Checke ARN, OSL, CPH, MXP, VIE, BUD als alternative Abflugorte. Die Ersparnis kann 20.000–40.000 Meilen betragen.
  4. Zweitprogramm aufbauen: Wenn du regelmäßig Langstrecke fliegst, eröffne ein Konto bei Turkish Miles & Smiles oder Air Canada Aeroplan. Diversifikation ist dein Schutz gegen weitere M&M-Entwertungen.
  5. Brussels/Eurowings/LOT-Awards JETZT buchen: Solange diese Airlines noch fixe Preise haben. Welle 3 kommt — und dann sind auch diese Awards dynamisch.

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Disclaimer: Alle Meilenwerte und Tarifinformationen Stand Juni 2026. Miles & More ändert Preise und Bedingungen dynamisch und ohne Vorankündigung. Prüfe vor jeder Buchung die aktuellen Meilenpreise auf miles-and-more.com. Keine Anlage- oder Buchungsberatung. Links zu Kreditkarten können Affiliate-Links sein.